Hallo!
Ja ja, so ist das mit dem regelmässigen schreiben meines Blogs. Ihr kennt das ja, man nimmt sich was vor und dann kommt dies dazwischen und jenes und so weiter und so fort. In meinem Fall hab ich grad das Problem, dass mir ziemlich viel dazwischen kommt und es also wieder mal recht lange dauerte, bis es mir gelang einen neuen Post zu verfassen.
Im übrigen würde ich mich freuen von JEDEM der diesen Post liest, ein Kommentar zu lesen. Nicht, dass ich von euch Kritik oder Schleimerei hören möchte, nein ich würde bloss gern mal wissen wer sich denn alles so auf diese Seite verirrt.
Gut, wo war ich das letzte mal?
Genau, in Taranaki in der Ahu Ahu Road. Wie es der Zufall so wollte, haben wir Taranaki nicht verlassen ohne nochmal einen richtig guten Swell abzukriegen. Das war das Wochende vom 10. und 11. Januar. (Wie die Zeit doch rennt.) Ich hatte das Glück Graveyards zwei Tage lang mit nahezu perfekten Bedingungen zu surfen. Der Swell war durchgehend 4 - 5 Fuss und der Wind light bis mittelstark offshore. Selbst als da eine Crowd mit mehr als 15 Leuten war hab ich noch richtig gute Wellen abbekommen.
Nach dem Wochende sind wir dann Richtung Whanganui National Park aufgebrochen. Der Park besteht aus einem riesigen dschungelartigen Buschland, ist kaum bewohnt und wird vom Whanganui River durchschnitten, der sich über 329 km von den Hängen des Mount Tongario bis zur Mündung bei Wanganui erstreckt.
Unser Ziel war der kleine Ort Ohakune, welcher als Skiort Bekanntheit geniesst und sich am Fuss des Mount Ruhapehu befindet. Im Ort ist der Kanu Tour Veranstalter Canoe Safaris ansässig.
Der Plan war nähmlich auf einer dreitägigen Paddeltour den Whanganui River zu erkunden.
Gedacht, gemacht. 165 NZD p.P. kostete der Spass plus 45 NZD für einen Pass der als Übernachtungsticket gilt. Am Fluss selbst kann man nur an den ausgewiesen Plätzen des DOC ( Department of Conservation) nächtigen. Am 14.01. gings früh gegen halb acht los. Tom der Fahrer chauffierte uns von Ohakune nach Whakahoro, dem Einstieg der Dreitagestour. Wir hatten erst das Glück den Tongario Nationalpark in seiner ganzen Schönheit im Morgenlicht und ohne eine Wolke am Himmel zu bestaunen. Dann eher das Pech 45 km auf einer windy Gravelroad fahren zu müssen. Zum Glück war Tom ein echtes Orginal und verkürzte die lange Fahrt mit heiteren Geschichten von seinen Weltreisen. In Wakahoro angekommen gabs noch eine kurze Erklärung des Handlings eines zweier Kanadiers und eine Demo wie die drei wasserdichten Fässer im Boot zu verstauen wären. Danach die deutlich Ansage, dass wir am Freitag, den 16.01. gegen 14 Uhr unbedingt in Pipriki sein müssten. Am Rande bemerkte er noch, dass auf den knapp 100 km nach Pipriki kein Zugang zum Fluss bestände. Uns erwartete also Wildniss pur. Als wir dann die ersten paar Bootslängen auf dem Fluss gemeistert hatten und wir uns auch mit der Steuerung angegefreundet hatten, konnten wir die Beine lang machen und erstmal den blauen Himmel und die wunderschöne Flusslandschaft geniessen. Die erste Etappe bestand aus ca. 37km und wir landeten mit ein paar kürzeren Stops am Ufer abends 18 Uhr. Etappenziel war die vom DOC betriebene John Cull Hutt. In den Hutts gibt es Kochgelegenheit, Campingmöglichkeit und Compostklo.
Wir waren nicht allein da, ca. 10 andere Kanuten teilten sich den Platz und die Hutt mit uns. Die Nacht war kurz und am nächsten Tag starteten wir gegen 11 um die 29 km lange Etappe nach Tieke Marae unter die Paddel zu nehmen. Vorbei an kleineren Stromschnellen, die das Herz auch mal bisschen zum Schlagen brachten, durch tiefe Schluchten und kleinen Wasserfällen schlängelte sich der Fluss Richtung Tieke.
Wir ließen uns Zeit und erreichten das Ziel ebenfalls gegen 18 Uhr. Tieke Marae ist ein uraltes Maori Pa, ein Versammlungshaus und ehmaliges Wehrdorf der Ureinwohner. Dort wurden wir auch von drei Maoris begrüsst und konnten mit den anderen Paddlern an einer kleinen Willkommenszeremonie teilnehmen und wurden danach auch noch mit Essen verwöhnt. Der Maoristamm dem dieses Pa gehört, hat sich zur Aufgabe gemacht, den Flussreisenden einen kleinen kulturellen Einblick in die Sitten der Maoris zu geben.
Der dritte und letzte Tag war geprägt von abermals schönen Wetter, einem an den meisten Stellen trägen Fluss und ein paar wirklich haarigen Stromschnellen. Als wir die grösste vor uns wahr nahmen, wunderten wir uns über die fünf Kanus die etwas unterhalb am Flussufer warteten. Da ich vorher vorher in dem kleinen Plan gelessen hatte wie man die Strommschnelle am besten angeht, versuchten wir uns auch dementsprechend zu verhalten und ließen uns von rechts in den Kanal treiben. Ich hatte kurzeitig wirklich Angst, dass wir voll Wasser laufen und kentern. Wie sich in Pipiriki herausstellte, waren wir eines der drei Boote, dass weder gekenntert oder mit einem Felsen zusammengestossen ist.
Alles in allem ein gutes Erlebnis und auf alle Fälle ist das nicht meine letzte Flussfahrt in einem Kanadier gewesen. Von Ohakune sind wir dann weiter Richtung Wellington gefahren. Wir haben die Route über Masterton gewählt und uns drei Tage bis Wellington Zeit gelassen. Auf der Paddeltour lernten wir, wie sollte es auch anders sein, einen Deutschen kennen, der in Wellington lebt und uns spontan eine Penne anbot. Super.
In Wellington verbrachten wir dann volle drei Tage mit dem Versuch das Visa von Antje zu verlängern und durch die Stadt zu bummeln. Leider konnten wir das Visum nicht verlängern, weil am Tag unserer Abreise und unseres Termins ein Stromausfall die EDV lahm legte. Die Abreise ließ sicht nicht mehr verschieben, da die Tickets für die Fähre schon gebucht waren. Also wurden wir vertröstet, es in Christchurch nochmal zu versuchen.
Die Überfahrt mit dem Interislander wird als eine der schönsten Fährverbindungen der Welt gehandelt und ich kann dem nur beipflichten. Wir starteten bei schönen Wetter Nordwestwind 18.15 in Wellington. Die Fahrt dauert ca. drei Stunden. Vor allem der Teil der Strecke, der auf der Südinsel durch die Fjorde führt, ist wunderschön.
Wir hatten das Glück, zum Sonnenuntergang in Picton anzukommen und konnten ein paar gute Fotos schiessen.
Die nächsten Tage verbrachten wir im Kenepru Sound und in Port Underwood Meeresarm, wo wir auf den einfachen, aber billigen DOC Campgrounds für 6 NZD die Nacht verbrachten. In den Sounds gibt es nicht viel zu tun, es sei den man bezahlt für irgendwelche Wasseraktivitäten. Wir versuchten in der Umgebung von Picton einen WOOF zu bekommen, leider war nirgendwo ein Platz frei.
Nach einem kurzen Abstecher nach Blenheim machten wir uns auf den Weg nach Kaikoura. Die wunderschöne Strecke zwischen Blenheim und Kaikoura führt bis auf ein paar Ausnahmen direkt am Meer entlang und bietet fantastische Ausblicke. Zur linken der tiefblaue Pazifik und rechts die steilen Berge der Südinsel. In Kaikoura hatten wir für 5 Tage einen WOOF Platz ergattert.
Wir sollten Sonnstags anfangen und erreichten die kleine Stadt freitag Mittag. Direkt vor der Küste von Kaikoura befindet sich ein Meeresgraben und der Meeresgrund ist schon ca. 1km vor der Küste rund 1000m tief. Diese Umstände machten die Stad bekannt. In Kaikoura kann man sehr gut ganzjährig Wale beobachten. Die Gewässer sind ausserdem sehr fischreich und eine der grössten Seerobbenkolonien befindet sich auch gleich um die Ecke.
Zur Walbeobachtung sind wir nicht rausgefahren, die 140 NZD waren uns doch etwas zu happig.
Kaikoura hatt natürlich auch noch andere Vorzüge.
Wir hatten das Glück, zum Sonnenuntergang in Picton anzukommen und konnten ein paar gute Fotos schiessen.
Die nächsten Tage verbrachten wir im Kenepru Sound und in Port Underwood Meeresarm, wo wir auf den einfachen, aber billigen DOC Campgrounds für 6 NZD die Nacht verbrachten. In den Sounds gibt es nicht viel zu tun, es sei den man bezahlt für irgendwelche Wasseraktivitäten. Wir versuchten in der Umgebung von Picton einen WOOF zu bekommen, leider war nirgendwo ein Platz frei.
Nach einem kurzen Abstecher nach Blenheim machten wir uns auf den Weg nach Kaikoura. Die wunderschöne Strecke zwischen Blenheim und Kaikoura führt bis auf ein paar Ausnahmen direkt am Meer entlang und bietet fantastische Ausblicke. Zur linken der tiefblaue Pazifik und rechts die steilen Berge der Südinsel. In Kaikoura hatten wir für 5 Tage einen WOOF Platz ergattert.
Wir sollten Sonnstags anfangen und erreichten die kleine Stadt freitag Mittag. Direkt vor der Küste von Kaikoura befindet sich ein Meeresgraben und der Meeresgrund ist schon ca. 1km vor der Küste rund 1000m tief. Diese Umstände machten die Stad bekannt. In Kaikoura kann man sehr gut ganzjährig Wale beobachten. Die Gewässer sind ausserdem sehr fischreich und eine der grössten Seerobbenkolonien befindet sich auch gleich um die Ecke.
Zur Walbeobachtung sind wir nicht rausgefahren, die 140 NZD waren uns doch etwas zu happig.
Kaikoura hatt natürlich auch noch andere Vorzüge.
Mit Mangamanu beheimatet es einen der besten rechten Points in NZ. Leider waren die glassy 2 Fuss am Tag unserer Ankunft das einzigste Mal das der Point lief. Dafür gab es nicht weit von unserer Unterkunft einen Spot der bestens funkionierte. Meatworks genannt. Schöne punchy 2 - 4 Fuss fast die ganze Woche.
Während wir die ersten zwei Tage Kaikoura erkundeten war natürlich Bombenwetter. Und so hatten wir gar keine richtige Lust, unsere erste gemeinsame WWOOF Stelle anzutreten. So zögerten wir unsere Ankunft bei der Familie Rumble bis Sonntag 17 Uhr hinaus. Die Familie lebt 15 km nördlich von Kaikoura auf ca. 3 ha, nicht weit vom Point entfernt. Als wir ankammen, begrüssten uns Liane, Rick und Jimmy Rumble, der Hund Rio (3 Monate jung und ein Fußbeißfetischist - jedoch zuckersüss), die Katze Sophia und zwei andere WWOOFer aus Holland. Untergebracht waren wir in einem "Hanger", kleines "halbrundes Bungalow" mit Aussendusche, Billiardtable, Couchecke und Kochnische.
Die Holländer Rob und Reinier waren am gleichen Tag angekommen und hatten schon im Garten mit angefasst. Liane und Rick, der gebürtiger Aussi ist, lebten seit 4 Jahren auf dem Grundstück und waren vorher 7 Jahr in Europa unterwegs. Mehrere Winter hatten Sie in den franz. Alpen eine Skilodge betreut und sind einen Sommer als Crewmitglieder auf einer 30m Yacht durchs Mittelmeer geschippert.
Rick ist ein Builder (sowas wie ein Zimmermann und Maurer in einem), Liane kümmert sich um den 19 Monate alten Jimmy und den relativ grossen Garten. Die Familie hat keinen Stromanschluss nur Solarenergie und versucht unabhängig zu leben.
Unsere Aufgabe war es, den Garten vom Unkraut zu befreien, Bäumchen zu pflanzen, Rindenmulch zu streuen, Seaweed und Pferdemist für den Kompost zu sammeln und nach dem Abendessen den Aufwasch zu erledigen. Die Arbeit war recht anstrengend, zumal wir jeden morgen um 7 angefangen haben. Feierabend war meisten zwischen 12 und halb eins. Für unsere Mühen entschädigte uns Liane und Rick mit hervorragendem Essen. Am ersten Abend gab es Paua. Ein faustgrosse Muschel, dessen Schale in tausend Blautönen schimmert und deren Fleisch sehr zart und schmackhaft ist. In Scheiben geschnitten, gegrillt mit Knobi und Chilli, dazu Kartoffeln und Salat aus dem eigenen Garten. Rick ist in der Woche noch zweimal zum Lachsangeln rausgefahren und hatte das Glück, eine paar stattliche Exemplare ans Land zu ziehen. Die gab natürlich ebenfalls zu essen. Als Suppe, gegrillt oder geräuchert. Für jeden Geschmack etwas. Die Woche verging schnell, und zum Abschluss wurde uns auch noch ein Grayfish serviert. Die Küste um Kaikoura ist für diesen Lobster sehr bekannt und in Restaurants zahlt man für ein ganzes Exemplar zwischen 70 und 90 NZD.
Nun, für uns war es eine gute Erfahrung, diese Arbeiten zu machen. Da war auf alle Fälle was dabei, was einem später mal nützlich werden kann. Leider haben die Wellen sich etwas rar gemacht. Ich hätte auf das Localknowledge von Herrn Rumble zurückgreifen können. Ich war einmal mit Rick im Wasser, der als gebürtiger Newcastle-Beach Australier natürlich surft wie eine wilde Sau. Wäre der Point gelaufen, ja dann...
Am Samstag war es dann auch Zeit weiter zu ziehen und das nächste Etappenziel heißt Hanmer Springs. Ein Thermal- und Skiort, 140 km südwestlich von Kaikoura. Dieses " Nest" (700 ständige Einwohner und wahrscheinlich dreimal soviele Saison-Einwohner) besteht eigentlich aus nur einer Hauptstrasse, die voll ist mit Geschäften, Restaurants und der Hauptattraktion, dem grossen Spa-Ressort. In 36 °C heissen Thermalquellen zu planschen war zwar bei einer Lufttemperatur von gefühlten ebenso 36 °C nicht wirklich erfrischend, dennoch sehr erholsam und entspannend. Länger wollen hier auch nicht verweilen und werden morgen weiter Richtung Christchurch cruisen.
Link zu den Bildern: http://picasaweb.google.de/boardpackers/NZ3?feat=directlink


