2007/08/13

gestern war heute noch morgen

Bonjour!
 
Je suis en France! Und das schon seit FÜNF Wochen. Hab ja jetzt lange nichts mehr von mir hören lassen aber die Zeit der Abstinez ist nun erstmal vorbei. Hoffe ich zumindest. Möchte wieder öfters versuchen hier meinen Senf rainzuschmieren. (kleiner Insider Gag)
 
Es ist wiedermal unglaublich für mich wie anders doch das Leben in diesem Surfcamp doch ist. Vor allen Dingen hab ich hier immer solche Power in mir, a Woahnsinn is dös. Weiß nicht woran das liegt, vieleicht am Meer, vieleicht auch an der ständigen Bewegung der man der ganzen Zeit ausgesetzt ist. Schon der Gang auf die Toilette gleich einem kurzem Spaziergang durch den Park. Jedenfalls es geht mir wieder richtig gut.
 
Das Beste an der ganzen Sache ist aber das ich mit dem Surfen auf dem nächsten Level angekommen bin. Ja alles super sozusagen. 
 
Es gibt aber natürlich auch eine Kehrseite der Medallie. Man trift hier ja ziemlich viele Leute und da lernt man auch Leute kennen mit dennen man sich richtig gut versteht. Die meisten sind 2 Wochen da, manche 4 Wochen, manche, so wie ich, die ganze Saison. In der Regel ist man für einen Kurs, also für zwei Wochen mehr oder weniger eine "Zwangsgemeinschaft" und mitunter passiert es das diese Zwangsgemeinschaft richtig gut zusammen passt. Und wenn so eine Gemeinschaft dann wieder auseinandergeht kann schonmal etwas Wehmut zurückbleiben und die Motivation voranzuschreiten lässt etwas nach. 
 
Tja aber das Leben besteht ja aus einem ständigen Kommen und Gehen und ich hab mich schon ganz gut daran gewöhnt. Das Gute ist das man auf diese Art immer wieder vor Augen geführt bekommt das alles endlich ist, sich ständig ändert, im Fluß ist und der Augenblick wieder in den Mittelpunkt rückt.
 
Ein Ziel in meinem Leben ist es ja möglichst bewusst im hier und jetzt zu Leben und dem Gestern und Morgen nicht ganz so grosse Bedeutung zuzumessen. Meisten kommt es ja eh immer anders als man denkt. Das Surfen, dieser verrückte Sport, besser gesagt, diese fast schon religiöse Handlung, die beste Welle zu suchen um sie zu kämpfen und sie dann zu reiten hatt mir die Möglichkeit gegeben das Leben aus dieser Perspektive zu betrachten. Ich bin süchtig nach dem Scheiß und ich bin verdammt glücklich dabei! 
 
Also denkt dran nichts ist für die Ewigkeit, nichts bleibt wie es war , auch wenn uns die Gesellschaft dies versucht vorzugauckeln. Es scheint nur so. Das beste Beispiel gibt uns das Meer. Es ist jeden Tag überaschend anders... Carpe diem, Life is too short, don't waste it.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das was du hier geschrieben hast, da ist viel wahrheit dran, aber ich denke nicht das alles vorbei gehen muss und das man alles vorbei ziehen lassen muss, sonst denkt man sich vll später auch, warum habe ich manche dinge nicht aufgehalten, woran mir viel lag, denn das leben besteht auch nicht nur aus spaß und spiel.....

Anonym hat gesagt…

Hey Alex...
Ich war grad dein surf schüler und jetzt sitz ich schon wieder daheim...
Ich denk dass manchmal einfach dinge vorüber gehn müssen und danach eine "lehre" Zeit kommt die kommen muss um dich ins nächste Glück zu begleiten und dich so stück für stück deinem vollendetem darsein näher bringt. zb: im winter snowboarden gehn, zum nächsten surfurlaub oder als vorbereitungszeit für die Frau deines Lebens...
Vieleicht will einem das leben vor augen halten dass man für sein glück was tun muss und dann aber mit genau diesem glück für sein tun wieder belohnt wird. lg berni

sf hat gesagt…

fuckin' neid mein freund. fuckin' neid! und vor allem: immer schön weiter so. von nix und niemandem den geist einengen lassen. freu mich, dass du glücklich bist!!! der beste beweis dafür, dass das streben nach seinem EIGENEN glück sinn macht. auch wenns nicht viele verstehe. scheiß drauf. keep on fightin' =)

allerherzlichste grüße!!!

amtec ak sandy.

Anonym hat gesagt…

wie wahr, wie wahr...
nach lediglich 14 tagen surf-life in den herbstferien hat der alltag simon und mich wieder fest in seinen klauen... aber: der trick besteht meines erachtens auch darin, etwas von diesem surf feeling (was, so abgedroschen es auch klingt, ein lebensstil bzw. eine haltung zum leben ist... bla) in den alltag herüber zu retten!
"You can´t stop the waves, but you can learn to surf!" kann man auch prima auf alle anderen lebensbereiche übertragen!
genug gefaselt: ich hoffe, wir sehen dich auf der party! lg biggy