2009/03/10

Vom vielen Regen und schoenen Landschaften und Schafen!


Milford Sound / Fijordland

So langsam setzt der Eindrucksoverkill ein.

Wir sind mittlerweile in Glenorchy nördlich von Queenstown. Aber immer der Reihe nach. Nachdem es uns in Christchurch überhaupt nicht gefallen hat, sind wir nach zwei Tagen Stadtbummel weiter Richtung Banks Peninsula gefahren, um dort in der Hickory Bay auf einer Farm zu Wwoofen.
Auf der Farm war es ganz famos. 1000 Schafe, 300 Kühe, 5 Hunde und zwei Menschen in einer herrlichen Bucht. Die Farm gehört seit 3 Jahren David Rothschild und ist voll organisch zertifiziert. Das bedeutet nichts weiter, als das die Tiere die ganze Zeit auf der Weide stehen und das Gras fressen. Keine Nahrungszusätze und so weiter. Alex, der Manager und Frank, der Mann für alles, hausten in einem kleinen Cottage.
Eine typische Männer WG. Die zwei scheinen alle Zeit der Welt zu haben und verbringen ihre Abende in der Badewanne mit einer oder zwei oder... Flaschen Bier.
Wir hatten die Aufgabe, einen alten Schuppen mit neuer Farbe zu versehen.
Dafür konnten wir im alten Farmhaus nächtigen, uns nach Herzenslust im Gemüsegarten bedienen und Unmengen Schaffleisch verzehren.
Ach ja beim Schaffscheren haben wir auch geholfen. Das entfernen der Wolle ist mitunter eine recht blutige Angelegenheit. 7 Tage war die Hickory Bay unsere Heimat und der Abschied fiel alles andere als leicht.
Als wir die Banks Peninsula Richtung Lake Tekapo verliessen, konnten wir nicht ahnen, dass es die nächsten 7 Tage fast ununterbrochen regnete. Shit. Somit haben wir nix vom Mount Cook gesehen und an der Küste auf dem Weg nach Dunedin war uns auch nicht zum verweilen zumute.
Ausser in Moeraki, wo wir in einem wirklich wirklich netten kleinen Restaurant dachten, wir sind in Frankreich und den besten Fisch serviert bekamen, den wir bis dahin gegessen haben. Super Satz.
In Dunedin haben wir endlich unsere Flüge umgebucht und gleichzeitig den Traum von Fiji begraben. Das Budget ist zu eng. Dafür bleiben wir jetzt 8 Tage in L.A. Auch nicht schlecht. Ich war auch mal im Wasser und hab mir gleich nen schönen Schnupfen eingefangen. Geplant war, dass wir uns auf der Otagago Peninsula eine Wwoofstelle suchen und dort ne Woche bleiben. Wir haben uns aber auf Grund der Wettervorhersage umentschieden und sind nach drei Tagen weiter Richtung Süden gefahren, da dort kein Regen angesagt war. Das Wasser in Dunedin ist schon kalt,15 Grad im Sommer, weiter südlich wird es aber leider auh nicht wärmer. Bei meinem einzigen Surf in Dunedin hab ich mir auch gleich nen Schnupfen eingefangen. Das Wetter erinnerte eher an Spätherbst und der eiskalte Wind, der von Süden heraufwehte, trug nicht zum aufheitern der Stimmung bei. In Surat Bay an der Catlins Coast, ganz im Süden, begrüsste uns auch ein Campingplatzinhaber mit der Frage, wie uns der neuseeländische Winter gefällt und alle Reisenden, denen wir in diesen Tagen begegneten, klagten über das nasskalte Wetter. Somit trieb uns der Wettergott an der Küste entlang und wir liesen die Catlins leider viel zu schnell hinter uns.
Wir haben auch keinen Wwoofplatz bekommen, da in der Region wenige Mensche leben und noch weniger Wwoofplätze existieren. Von Invergargill, der südlichsten Stadt NZ, gibt es nicht viel zu berichten. Nicht sehr schön und auch die flache Landschaft drumherum bieten nicht wirklich was. Einzigster Grund hier zu verweilen ist wahrscheinlich Stewart Island, die dritte der grösseren neuseländischen Inseln.
Wir sind nicht rübergeflogen oder haben mit dem Boot übergesetzt. Das Budget... Auf der Insel kann man super Wandern und Kiwis beobachten. An der Küstenstrasse Richtung Te Anau, passiert man ne Menge schöner Buchten und ich hatte das Glück, einen super Swell an die Küste laufen zu sehen. Offshore und 4 - 5 Fuss. Poridge linker Pointbreak ist gelaufen und es waren nur 5 Leute im Wasser. Alle aber mit Booties und Haube. Es war nämlich arschkalt. Ich bin NICHT ins Wasser. Könnte mich noch jetzt in den Arsch beissen, aber so ist das eben. Ich hatte noch den Schnupfen und keine Booties und keine Haube... Scheiße:)
Naja, schnell weiterfahren, um wieder Richtung Norden zu kommen, wo es dann wieder WÄRMER wird.
Die Landschaft verändert sich merklich und die ersten Berge des Fjordland National Parks zeigen sich. Die Gegend ist wirklich sehenswert, was die Bilder vom Lake Manapouri zeigen. Der Wetterbericht sagte noch immer Regen in Dunedin und das es Montag über dem Fjordland aufreisst und schön wird. Juhu. Auf in den Milford Sound. Von Te Anau sind es 119 km bis nach Milford, was auf Seehöhe im Sound liegt.
Die Strasse wird als eine der schönsten der Welt angepriesen. Ich bin immer vorsichtig, was solche Sachen angeht. Auf der Strecke befinden sich ein paar vom DOC verwaltete Capingplätze und wir sind bis an den Lake Gunn gefahren, mit dem Plan die restlichen 40 km in aller Hergottsfrühe am nächsten Morgen zurückzulegen, um mit dem ersten und billigsten Boot den Sound zu befahren. 6. 45 klingelt der Wecker und der Himmel zeigte Wolkenlücken. Die Fahrt an diesem Morgen in den Sound und der Boot gehören mit zu den beindruckensden Erlebnissen, die ich hatte.
Bis kurz nach dem Lake Gunn wo wir campiert hatten, gestaltete sich die Landschaft nicht sehr spektakulär, sobald man aber the Divide (die niedrigste Ost West Verbindung in den neuseeländischen Alpen) hinter sich lässt, kommt man nicht mehr aus dem Staunen heraus. Vielleicht lag es an dem wolkenverhangenen Himmel, der der Szenerie etwas magisches gab. Überall wo man hinschaute, stürzten Wasserfälle die fast senkrechten Bergwände herab und die Strasse ist von dichtem Regenwald gesäumt und mir kam es vor, als würden wir uns in einer Filmkulisse bewegen. Leider ist der Himmel nicht bei der 2 stündigen Bootstour aufgerissen, erst als wir uns wieder auf den Weg aus den Sound heraus gemacht haben. Es war trotzdem ein unglaubliches Erlebnis. Was auch wirklich unglaublich war ist die Anzahl der Sandflies. Mann kann keinen Schritt machen, ohne das die Biester sich in Schwärmen auf einen stürzen.


Da ich diese Berrichte immer auf meinem Laptop vorschreibe und dann versuche, moeglichst aktuell (hahaha) ins Netz zu stellen, passiert es schon mal, dass der anfeanglich erwaehnte Ort (Wir sind in Glenorchy...) nicht mehr mit dem eigentlichen Aufenthaltsort uebereinstimmt. Der hat sich veraendert und wird Franz Josef genannt. Liegt an der Westcoast und befindet sich meines Wissens um die 400 Strassenkilometer noerdlich von Glenorchy. Es schuettet wie aus Kannen (ist ueblich in der Gegend), und die winzigen Nester sind von einem undurchdringlichen Busch mit Millionen von Sandflies umgeben. Mann kann sagen "Hallo nirgendwo" und auch Ausdruecke wie "am Ende der Welt" gehen einem leicht ueber die Lippen. Na jedenfalls liegen erlebnissreiche Tage in den Bergen von Queenstown und Wanaka hinter uns. Wunderschoene Landschaft mit grossartigen Bergen und Seen. Wandern, Wandern Wandern....


Morgen hoffen wir auf besseres Wetter, um den Gletscher zu erkunden und einen Blick auf den Mount Cook zu erhaschen. Dann solls auch schon weitergehen. Wir streben wieder nordwaerts.

Greymouth und Arthurs Pass werden wohl mit einem etwas laengerem Aufenthalt bedacht. Am Arthurs Pass soll dann auch mal eine Wanderung mit Huettenuebernachtung gemacht werden. Ein solches Unternehmen auf den beruehmten Wanderungen um Queenstown, vereitelte ein uebereifriger Polizeibeamter, in dem er es fuer noetig erachtetete, mir ein Ticket auzustellen weil ich meinen Gurt nicht angelegt hatte. Arschloch....


Ach ja es es giesst wie aus Kannen, ein nicht unueblicher Zustand in der Gegend....

2009/02/08

Richtung Süden!



Hallo!
Ja ja, so ist das mit dem regelmässigen schreiben meines Blogs. Ihr kennt das ja, man nimmt sich was vor und dann kommt dies dazwischen und jenes und so weiter und so fort. In meinem Fall hab ich grad das Problem, dass mir ziemlich viel dazwischen kommt und es also wieder mal recht lange dauerte, bis es mir gelang einen neuen Post zu verfassen.
Im übrigen würde ich mich freuen von JEDEM der diesen Post liest, ein Kommentar zu lesen. Nicht, dass ich von euch Kritik oder Schleimerei hören möchte, nein ich würde bloss gern mal wissen wer sich denn alles so auf diese Seite verirrt.
Gut, wo war ich das letzte mal?
Genau, in Taranaki in der Ahu Ahu Road. Wie es der Zufall so wollte, haben wir Taranaki nicht verlassen ohne nochmal einen richtig guten Swell abzukriegen. Das war das Wochende vom 10. und 11. Januar. (Wie die Zeit doch rennt.) Ich hatte das Glück Graveyards zwei Tage lang mit nahezu perfekten Bedingungen zu surfen. Der Swell war durchgehend 4 - 5 Fuss und der Wind light bis mittelstark offshore. Selbst als da eine Crowd mit mehr als 15 Leuten war hab ich noch richtig gute Wellen abbekommen.
Nach dem Wochende sind wir dann Richtung Whanganui National Park aufgebrochen. Der Park besteht aus einem riesigen dschungelartigen Buschland, ist kaum bewohnt und wird vom Whanganui River durchschnitten, der sich über 329 km von den Hängen des Mount Tongario bis zur Mündung bei Wanganui erstreckt.
Unser Ziel war der kleine Ort Ohakune, welcher als Skiort Bekanntheit geniesst und sich am Fuss des Mount Ruhapehu befindet. Im Ort ist der Kanu Tour Veranstalter Canoe Safaris ansässig.
Der Plan war nähmlich auf einer dreitägigen Paddeltour den Whanganui River zu erkunden.
Gedacht, gemacht. 165 NZD p.P. kostete der Spass plus 45 NZD für einen Pass der als Übernachtungsticket gilt. Am Fluss selbst kann man nur an den ausgewiesen Plätzen des DOC ( Department of Conservation) nächtigen. Am 14.01. gings früh gegen halb acht los. Tom der Fahrer chauffierte uns von Ohakune nach Whakahoro, dem Einstieg der Dreitagestour. Wir hatten erst das Glück den Tongario Nationalpark in seiner ganzen Schönheit im Morgenlicht und ohne eine Wolke am Himmel zu bestaunen. Dann eher das Pech 45 km auf einer windy Gravelroad fahren zu müssen. Zum Glück war Tom ein echtes Orginal und verkürzte die lange Fahrt mit heiteren Geschichten von seinen Weltreisen. In Wakahoro angekommen gabs noch eine kurze Erklärung des Handlings eines zweier Kanadiers und eine Demo wie die drei wasserdichten Fässer im Boot zu verstauen wären. Danach die deutlich Ansage, dass wir am Freitag, den 16.01. gegen 14 Uhr unbedingt in Pipriki sein müssten. Am Rande bemerkte er noch, dass auf den knapp 100 km nach Pipriki kein Zugang zum Fluss bestände. Uns erwartete also Wildniss pur. Als wir dann die ersten paar Bootslängen auf dem Fluss gemeistert hatten und wir uns auch mit der Steuerung angegefreundet hatten, konnten wir die Beine lang machen und erstmal den blauen Himmel und die wunderschöne Flusslandschaft geniessen. Die erste Etappe bestand aus ca. 37km und wir landeten mit ein paar kürzeren Stops am Ufer abends 18 Uhr. Etappenziel war die vom DOC betriebene John Cull Hutt. In den Hutts gibt es Kochgelegenheit, Campingmöglichkeit und Compostklo.
Wir waren nicht allein da, ca. 10 andere Kanuten teilten sich den Platz und die Hutt mit uns. Die Nacht war kurz und am nächsten Tag starteten wir gegen 11 um die 29 km lange Etappe nach Tieke Marae unter die Paddel zu nehmen. Vorbei an kleineren Stromschnellen, die das Herz auch mal bisschen zum Schlagen brachten, durch tiefe Schluchten und kleinen Wasserfällen schlängelte sich der Fluss Richtung Tieke.
Wir ließen uns Zeit und erreichten das Ziel ebenfalls gegen 18 Uhr. Tieke Marae ist ein uraltes Maori Pa, ein Versammlungshaus und ehmaliges Wehrdorf der Ureinwohner. Dort wurden wir auch von drei Maoris begrüsst und konnten mit den anderen Paddlern an einer kleinen Willkommenszeremonie teilnehmen und wurden danach auch noch mit Essen verwöhnt. Der Maoristamm dem dieses Pa gehört, hat sich zur Aufgabe gemacht, den Flussreisenden einen kleinen kulturellen Einblick in die Sitten der Maoris zu geben.
Der dritte und letzte Tag war geprägt von abermals schönen Wetter, einem an den meisten Stellen trägen Fluss und ein paar wirklich haarigen Stromschnellen. Als wir die grösste vor uns wahr nahmen, wunderten wir uns über die fünf Kanus die etwas unterhalb am Flussufer warteten. Da ich vorher vorher in dem kleinen Plan gelessen hatte wie man die Strommschnelle am besten angeht, versuchten wir uns auch dementsprechend zu verhalten und ließen uns von rechts in den Kanal treiben. Ich hatte kurzeitig wirklich Angst, dass wir voll Wasser laufen und kentern. Wie sich in Pipiriki herausstellte, waren wir eines der drei Boote, dass weder gekenntert oder mit einem Felsen zusammengestossen ist.
Alles in allem ein gutes Erlebnis und auf alle Fälle ist das nicht meine letzte Flussfahrt in einem Kanadier gewesen. Von Ohakune sind wir dann weiter Richtung Wellington gefahren. Wir haben die Route über Masterton gewählt und uns drei Tage bis Wellington Zeit gelassen. Auf der Paddeltour lernten wir, wie sollte es auch anders sein, einen Deutschen kennen, der in Wellington lebt und uns spontan eine Penne anbot. Super.
In Wellington verbrachten wir dann volle drei Tage mit dem Versuch das Visa von Antje zu verlängern und durch die Stadt zu bummeln. Leider konnten wir das Visum nicht verlängern, weil am Tag unserer Abreise und unseres Termins ein Stromausfall die EDV lahm legte. Die Abreise ließ sicht nicht mehr verschieben, da die Tickets für die Fähre schon gebucht waren. Also wurden wir vertröstet, es in Christchurch nochmal zu versuchen.
Die Überfahrt mit dem Interislander wird als eine der schönsten Fährverbindungen der Welt gehandelt und ich kann dem nur beipflichten. Wir starteten bei schönen Wetter Nordwestwind 18.15 in Wellington. Die Fahrt dauert ca. drei Stunden. Vor allem der Teil der Strecke, der auf der Südinsel durch die Fjorde führt, ist wunderschön.
Wir hatten das Glück, zum Sonnenuntergang in Picton anzukommen und konnten ein paar gute Fotos schiessen.
Die nächsten Tage verbrachten wir im Kenepru Sound und in Port Underwood Meeresarm, wo wir auf den einfachen, aber billigen DOC Campgrounds für 6 NZD die Nacht verbrachten. In den Sounds gibt es nicht viel zu tun, es sei den man bezahlt für irgendwelche Wasseraktivitäten. Wir versuchten in der Umgebung von Picton einen WOOF zu bekommen, leider war nirgendwo ein Platz frei.
Nach einem kurzen Abstecher nach Blenheim machten wir uns auf den Weg nach Kaikoura. Die wunderschöne Strecke zwischen Blenheim und Kaikoura führt bis auf ein paar Ausnahmen direkt am Meer entlang und bietet fantastische Ausblicke. Zur linken der tiefblaue Pazifik und rechts die steilen Berge der Südinsel. In Kaikoura hatten wir für 5 Tage einen WOOF Platz ergattert.
Wir sollten Sonnstags anfangen und erreichten die kleine Stadt freitag Mittag. Direkt vor der Küste von Kaikoura befindet sich ein Meeresgraben und der Meeresgrund ist schon ca. 1km vor der Küste rund 1000m tief. Diese Umstände machten die Stad bekannt. In Kaikoura kann man sehr gut ganzjährig Wale beobachten. Die Gewässer sind ausserdem sehr fischreich und eine der grössten Seerobbenkolonien befindet sich auch gleich um die Ecke.
Zur Walbeobachtung sind wir nicht rausgefahren, die 140 NZD waren uns doch etwas zu happig.
Kaikoura hatt natürlich auch noch andere Vorzüge.
Mit Mangamanu beheimatet es einen der besten rechten Points in NZ. Leider waren die glassy 2 Fuss am Tag unserer Ankunft das einzigste Mal das der Point lief. Dafür gab es nicht weit von unserer Unterkunft einen Spot der bestens funkionierte. Meatworks genannt. Schöne punchy 2 - 4 Fuss fast die ganze Woche.
Während wir die ersten zwei Tage Kaikoura erkundeten war natürlich Bombenwetter. Und so hatten wir gar keine richtige Lust, unsere erste gemeinsame WWOOF Stelle anzutreten. So zögerten wir unsere Ankunft bei der Familie Rumble bis Sonntag 17 Uhr hinaus. Die Familie lebt 15 km nördlich von Kaikoura auf ca. 3 ha, nicht weit vom Point entfernt. Als wir ankammen, begrüssten uns Liane, Rick und Jimmy Rumble, der Hund Rio (3 Monate jung und ein Fußbeißfetischist - jedoch zuckersüss), die Katze Sophia und zwei andere WWOOFer aus Holland. Untergebracht waren wir in einem "Hanger", kleines "halbrundes Bungalow" mit Aussendusche, Billiardtable, Couchecke und Kochnische.
Die Holländer Rob und Reinier waren am gleichen Tag angekommen und hatten schon im Garten mit angefasst. Liane und Rick, der gebürtiger Aussi ist, lebten seit 4 Jahren auf dem Grundstück und waren vorher 7 Jahr in Europa unterwegs. Mehrere Winter hatten Sie in den franz. Alpen eine Skilodge betreut und sind einen Sommer als Crewmitglieder auf einer 30m Yacht durchs Mittelmeer geschippert.
Rick ist ein Builder (sowas wie ein Zimmermann und Maurer in einem), Liane kümmert sich um den 19 Monate alten Jimmy und den relativ grossen Garten. Die Familie hat keinen Stromanschluss nur Solarenergie und versucht unabhängig zu leben.
Unsere Aufgabe war es, den Garten vom Unkraut zu befreien, Bäumchen zu pflanzen, Rindenmulch zu streuen, Seaweed und Pferdemist für den Kompost zu sammeln und nach dem Abendessen den Aufwasch zu erledigen. Die Arbeit war recht anstrengend, zumal wir jeden morgen um 7 angefangen haben. Feierabend war meisten zwischen 12 und halb eins. Für unsere Mühen entschädigte uns Liane und Rick mit hervorragendem Essen. Am ersten Abend gab es Paua. Ein faustgrosse Muschel, dessen Schale in tausend Blautönen schimmert und deren Fleisch sehr zart und schmackhaft ist. In Scheiben geschnitten, gegrillt mit Knobi und Chilli, dazu Kartoffeln und Salat aus dem eigenen Garten. Rick ist in der Woche noch zweimal zum Lachsangeln rausgefahren und hatte das Glück, eine paar stattliche Exemplare ans Land zu ziehen. Die gab natürlich ebenfalls zu essen. Als Suppe, gegrillt oder geräuchert. Für jeden Geschmack etwas. Die Woche verging schnell, und zum Abschluss wurde uns auch noch ein Grayfish serviert. Die Küste um Kaikoura ist für diesen Lobster sehr bekannt und in Restaurants zahlt man für ein ganzes Exemplar zwischen 70 und 90 NZD.
Nun, für uns war es eine gute Erfahrung, diese Arbeiten zu machen. Da war auf alle Fälle was dabei, was einem später mal nützlich werden kann. Leider haben die Wellen sich etwas rar gemacht. Ich hätte auf das Localknowledge von Herrn Rumble zurückgreifen können. Ich war einmal mit Rick im Wasser, der als gebürtiger Newcastle-Beach Australier natürlich surft wie eine wilde Sau. Wäre der Point gelaufen, ja dann...
Am Samstag war es dann auch Zeit weiter zu ziehen und das nächste Etappenziel heißt Hanmer Springs. Ein Thermal- und Skiort, 140 km südwestlich von Kaikoura. Dieses " Nest" (700 ständige Einwohner und wahrscheinlich dreimal soviele Saison-Einwohner) besteht eigentlich aus nur einer Hauptstrasse, die voll ist mit Geschäften, Restaurants und der Hauptattraktion, dem grossen Spa-Ressort. In 36 °C heissen Thermalquellen zu planschen war zwar bei einer Lufttemperatur von gefühlten ebenso 36 °C nicht wirklich erfrischend, dennoch sehr erholsam und entspannend. Länger wollen hier auch nicht verweilen und werden morgen weiter Richtung Christchurch cruisen.

2009/01/09

Alles Gute im neuen Jahr!

Nach relativ langer Abwesenheit wieder mal ein Lebenszeichen an dieser Stelle. Ich bin leider noch nicht dazu gekommen die Reisegeschehnisse der letzten Wochen in ansprechende Saetze zu verfassen. Ich habe irgendwie keine Zeit. Wie keine Zeit. Ja die Tage vergehen so schnell, hier. Mann muss immer surfen gehen oder irgendwelche Wanderungen machen oder neue Orte erkunden, sich essen kochen oder schlafen oder oder oder... Jedenfalls hab ich es geschafft die Bilder der letzten Zeit mal ins Netz zu stellen. Nachdem ich Antje vom Flughafen am 12.12. abgeholt habe sind wir auf die Coromandel Peninsula gefahren haben uns dieses wunderschoene Fleckchen Erde angeschaut und sind von da aus an der Ostkueste bis Taurange ueber Rotoruara (stinky Town) Taupo, Taumaruni wieder nach Oakura bei New Plymouth gefahren und verbringen seit dem 29.12. unsere Zeit damit auf ein Haus aufzupassen, Huehner ,Katzen und Hunde zu fuettern und die Gegend zu erkunden und natuerlich zu surfen. Bei den Eigentuemer des Hauses hab ich 2 Wochen WOOFing gemacht. Da haben die mich gefragt ob wir nicht paar Tage Anfang Januar uns um das Haus und die Tiere kuemmern wollen. Klaro. So haben wir bis zum 11.01. ein super Haus gleich am Strand und muessen nix bezahlen. Ab dem 11. wollen wir dann vieleicht den den Wanganui River auf einer mehrtaegigen Kanutour erkunden und danach von Wellington aus auf die Suedinsel uebersetzen.

Viel Spass mit den Bildern. Bis dann.

Link zu den Bildern: http://picasaweb.google.com/boardpackers/WebNZ2?feat=directlink

2008/12/01

How is it? Und Link zu Bildern!

howisit oder howaaareyou?
sagt man hier so als begrüssungsfloskel. anfangs antwortet man noch mit "fine thanks" oder ähnlichem darauf, das läst man aber, nachdem man komisch angeschaut wird, schnell bleiben.

neuseeland ist ein schönes stückchen erde allemal, vorallem die vegetation hatt es mir sehr angetan. das bild in den städten erinnert an das provinzielle amerika.
eingeschossige häuser, meist holz, viele reklame, viele viele fastfoodtempel, viele dicke leute. tiefergelegte japanische autos, viele offroadcars, amerikanische trucks, ne menge oldtimer. die leute alle sehr lässig und gesprächig.
viele auch die älteren rennen rum in klamotten von irgendeinem surfbrand wie billabong oder quicksilver ect. lässig freitzeitkleidung ist angesagt und es ist keine seltenheit jemanden barfuss zu sehen. sei es in der bank oder im pup.
man wird überall gegrüsst und schnell in einen plausch verwickelt. wenn die dann merken das man ein touri ist dann hagelt es meistens tipps was, wo und wie.
die coca cole ist billiger als eine flasche wasser ohne sprudel. die 1,5 liter bekommt man für umgerechnet ca. 0,70 - 0,90 cent. es gibt kein vernüftiges brot. sehr schlecht. nur toast.
sprit ist günstig, oder soll ich sagen für deutsche verhältnisse saubillig.
zahle grad umgerechnet 68 eurocent für den liter normal.
das auto braucht dafür aber auch 12 liter. hatt halt permanent allrad. neuseeland ist ein land wo ein allradantrieb oder ein suv bzw geländewagen wirklich sinn machen. deutsche suv die wirklich gut hierherpassen würden, zu all den pisten und den möglichkeiten am strand herumzufahren findet man aber kaum. die meisten autos sind aus japan und haben mehr als 150.000 km auf dem tacho.

die touristische infrastruktur ist super. wenn man gerne wandert ist das hier ein paradies. drei tracks bin ich schon gelaufen. darunter die berühmte tongario crossing. www.doc.gotv.nz unter diesem link sind alle tracks und nationalparks usw. aufgelistet und erklärt.

ich bin seit knapp einer woche als woofer bei einer familie in der nähe von new plymouth. helfe dennen so bisschen im garten und am haus. hab 7 km³ feuerholz gestappelt, tomatenpflanzen aufgepäppelt, werkbank gebaut, möbel transportiert.
dafür bekomme ich kost und logis.die versuchen sich komplett organisch zu ernähren.
soll heißen die kaufen produkte die ohne chemische zusätze auskommen und bei denen auch in der herstellung keinerlei chemie verwendet wurde. z.b. organische milch. nur die kuh, das wiesengras und nix hinzu. selbst die üblichen impfungen sind nicht erlaubt. bei gabe von medikamenten muss der bauer die milch gesondert deklarieren. die lebensmittel sind im allg. sehr gut. speziell das obst und gemüse bekommt man hier in einer mit deutschland nicht ergleichbaren qualität.
die familie sind mit ihrem haus unabhängig vom wassernetz. es wird nur regenwasser verwendet. auch als trinkwasser, natürlich gefiltert. dafür haben die 2 21m³ tanks im garten. warmwasser wird mit solar erzeugt und ne heizungsanlage gibt es auch nicht. wenn es richtig kalt würde werfen die hier einen kamin an der ähnlich wie ein kachelofen funktioniert.
die versuchen auch vollständig ihre eigenen lebensmittel anzubauen. sehr interessant allemal. das haus und das grundstück sind wirklich schick. leider kann ich grad keine fotos machen da mein foto den geist aufgegeben hatt:(

bin noch bis zum 2.12. hier und trampe dann nach wellington wo ich meinem kollegen das auto abkaufe. der treibt sich seit letzter woche auf der südinsel rum. da wollte ich aber nicht mit fahren. guck mir das alles lieber in ruhe mit antje an. von wellington geht es am 6.12 wieder hoch zu der familie wo ich grad bin. da wird das auto innen noch bisschen umgebaut und dann ab nach auckland die antje am flughafen in empfang nehmen.

den platz hier in oakura in der ahu ahu road (google earth) hab ich mir rausgesucht weil da ne super welle bricht. aktuell wohne ich keine 800m20entfernt von dem strand. leider ist seit ich hier bin kein surf gewessen. wir waren viel in der gegend hier unterwegs und haben schon gute wellen gefunden:) taranaki gilt als konstantestes surfrevier in NZ. die küstenstrasse hatt auch den passenden namen "surfhigway 45".bin gespannt wie die nächsten monate so werden. woofing werden wir noch öfters machen denke ich mal. es ist wirklich was anderes mal in den alltag der leute reinzuschnuppern. hab in den letzten tage schonmal ne ganze menge neues gelernt. finde es sehr spannend die unterschiedleichen lifestyles mitzukriegen. mir gefählts auf alle fälle hier.

http://picasaweb.google.de/boardpackers/ENZEDOne Link zu einem fotoalbum. also ruhig mal reinschauen. ist voll komisch wenn man bei 25 grad plus im überall über weihnachtskrimskrams stollpert.

2008/11/17

So langsam wird es Sommer.

nachdem der wellengott uns in der poverty bay etwas im stich gelassen hatt. haben wir uns wieder richtung westküste auf den weg gemacht. von gisborne über mahia nach napier und hastings. zwei schicke städchen im weinbauzentrum der nordhalbkugel. wir haben eine nacht in ocean beach verbracht und sind dann weiter richtung landesinnere hinüber nach palmerston north. auf dem weg dahin ging es für einen kurzen abstecher in den ruhaine forest park wo wir einen vermeintlich kleinen kurzen track laufen wollten. die wanderung entpuppte sich aber als recht anstrengende kletterei durch dichtem regenwald und fast 1000 höhenmeter. puhh. die anstregungen lohnen sich hier aber, da man in wirklich fast unberührter natur unterwegs ist und die spezielle flora und fauna immer wieder für wunderschöne bilder sorgt. apropo bilder. beim anschliesenden versuch eine klamm zu erkunden wo angeblich eine glühwurmhöhle zu finden sein sollte, lies ich doch glatt meinen fotoapparat in den bach fallen. tja dat ding scheint hinüber zu sein. fotos gibt es erst wieder ab dem 10 dezember wenn antje endlich nachgereist kommt. nach der kletterei haben wir uns schnellsten auf den weg nach taranaki gemacht den der forecast sah vielversprechend aus. seit dem 11. sind wir auch wieder in der gegend zwischen new plymouth und opunake und hatten eine woche wirklich guten surf. kumera patch ist gelaufen und ich hatt dort wirklich gute und vor allem laaange wellen. graveyards hatt auch zwei tage guten surf beschert und der point sky williams wurde auch gesurft. am freitag lernten wir im butlers reef ne local kennen, der uns für den nächsten tag versprach uns früh morgens abzuholen. als um 7 noch niemand erschienen war hatten wir schon die hoffnung wir könnten ausschlafen. nix da. kurz vor 8 kreuzte der typ auf lud uns in seinen van und die wellensuche ging los. wir sind dann in arawatha ins wasser gehüpft und hatten ne überraschend gute session. ja auf die kiwis ist verlass. ich bin ab dem 20. hier in oakura bei einer family als woofer eingebucht und steffen fährt allein auf die südinsel. bleibe bis zum 4.-5. dezember hier und hohle dann in wellington das auto ab. hoffe mal das sich taranaki von seiner besten seite zeigt.

servus.

2008/11/06

East.

Unten der Mount Taranaki
ich hab mir ja vorgenommen jede woche mal was in den blog zu schreiben. da ich momentan aber als bewohner eines toyota vans nicht gerade oft in der nähe der zivilisation bin, gestalltet sich dies doch unerwartet schwierig.
da wir aber wieder mal ne dusche gebrauchen konnten haben wir uns im flying nun backpackers in gisborne einquartiert. da kann man mit dem bus stehen und die einrichtung nutzen. duschen, wäsche waschen und kochen, in räumen sitzen, andere menschen sehen und toiletten mit spülung benutzen. im gegensatz zum hervoragend auf strandbehwoner eingestellten taranaki läst die povertry bay mit plumsklos und nicht trinkbaren wasser in den strandtolietten den ambitionierten traveller etwas im regen stehen.
nachdem das wetter auf der westseite uns sehr zu schaffen machte entschlossen wir uns nach osten zu fahren. von new plymouth über tamaruni nach turangi der hauptstad der
forellenangler, welche sich am fusse das tongarionationlaparks befindet. dort zwei tage pause und mal schnell die tongariocrossing gelatscht. ein track der einen auf 17 km über zwei vulkane führt. was hierbei zu erwähnen wäre ist die tatsache das man sich auf weltberühmten grunde bewegt. jene vulkane dienten in herr der ringe als kulisse für modor.
der weg bietet zweifelsohne eine imposante kulisse wenn man den glück mit dem wetter hatt. welches sich hier schnell änderen kann. neuseeland ist sowiso sehr wechselhaft. ständig zieht irgendein tiefdruckgebiet über das eiland. der track wird als die schönste tagestour in NZ verkauft. man muss aber sagen das die kiwis es wirklich verstehen ihre naturschönheiten zu verkaufen. marketing halt.
danach auf ans meer hinüber nach gisborne. die kürzeste strecke führt über taupo nach waiora. das besondere an dieser strecke sie führt durch das grösste waldgebiet auf der nordinsel und hatt 105 km keine asphaltdecke. wir sind die teilweise bei nacht gefahren und mussten im tiefsten urwald ständig opossums ausweichen. pro 10 km trift man ca. 1 dieser possierlichen tierechen. die bleiben auch auf der strasse sitzen und machen kein anstalten den weg frei zu geben. wir haben es aber nicht fertiggebracht eins totzufahren. jeder kiwi hätte bestimmt alle niedergefahren, ist doch das opossum die grösste plage hier. schätzungsweise 70 millionen (40mill. schafe, 4 mill. menschen) fressen sich durch die laubbäume. seit nunmehr 4 tagen hängen wir hier in gisborne rum und surfen uns den arsch weg. ich finde die breaks hier nicht ganz so gut wie in taranaki da es leider, leider ,leider wenige points gibt und relativ viele leute im wasser sind. aber der surf ist gut.
see ya!

2008/10/27

ENZED,

besser bekannt als New Zealand ist seit knapp einer Woche meine neue Heimat. Naja Heimta vileicht nicht besser wäre vorübergehender Aufenthaltsort. Nach einer Anreise von ca. 26 Stunden war ich wirklich froh endlich aus dem Flugzeug austeigen zu dürfen. Ich hatte zwar die Gelegenheit in LA mal die Boing 777 zu verlassen aber auch nur damit die Amis mich in ihre Datenbank aufnaehmen konnten. Photos machen, Fingerabdrücke nehmen, in eine hässlichen schmutzigen Transitroom ne Stunde warten und nochmal 12 Stunden über denn Pazifik. Von London nach LA sind wir mit der Dämmerung Dämmerung geflogen. Die grobe Richtung war Grönland, Aspen, Salt Lake City, Las Vegas und LA. Hatte die meiste Zeit gute Sicht und Highlights waren Grönland, die Rockys und Las Vegas (am Abend) und die Landung in LA. Die letzten 15 min des Fluges über ein Meer aus Lichtern. Vom Pazifik hab ich nicht viel gesehen, bin aber in der Morgendämmerung in Auckland gelandet.

Momentan halte ich mich in der Gegend um den Mount Taranaki auf. Diese Zeilen tippe ich in der Biliothek von New Plymouth. wir hatten auch schon Glück mit dem Surf. Gestern lief ne perfekte Linke am Strand von Ahu Ahu. Es waren gute 6 Fuss und strong Offshore.

In der Hoffnung das die Finanzkrise nicht meine ganze Altersvorsorge auffrisst, beende ich mal meine Ausführungen für heute.

2008/10/01

no risk no fun

Ich will gar nicht wissen was so alles schiefgeht den lieben langen Tag und auf was manch Einer für Ideen kommt.

Watch Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=ufOmRh6vCxI